XY-Blickfang

Liebe Leserinnen & Leser meines Blogs,

es war mal wieder soweit, das komplette Foto-Team hat sich am Museumshafen in Övelgönne getroffen, um dort zu fotografieren.

Im Vorfeld hatte ich bei dem Verein „Museumshafen Oevelgönne e.V.“, in Person von Elke Jahnke angefragt ob wir auch auf und in den Schiffen fotografieren dürfen, gegen eine Spende war das möglich. Mit Herrn Bosner hatten wir sogar einen fachkundigen Seemann, der uns die Schiffe erklärt hat und nicht nur das, er war für jeden Spaß zu haben. Ganz herzlichen Dank.

Wir hatten sowohl den „Dampfschlepper Tiger“, das „Feuerschiff Elbe 3“, den „Schwimmkran Karl Friedrich Stehen“ und das Segelschiff „Präsident Freiherr von Maltzahn“ besichtigen dürfen. Es war eine unglaublich großartige Fotolocation, wir hatten viel Spaß miteinander.

Den Anfang in dieser kleinen Blogreihe macht der „Dampfschlepper Tiger“.

Infos zu dem Dampfschlepper:
Erbaut wurde der dampfgetriebene Schlepper (Schraubenschleppdampfer) in der Schiffswerft und Maschinenfabrik (vormals Janssen & Schmilinsky) A.G. und am 15. Februar 1910 in das Binnenschiffsregister eingetragen. Der Schlepper behielt durchgehend den Namen Tiger bei, der jedoch nicht von der gleichnamigen Großkatze, sondern vom Markennamen eines Roggenmehls stammt. Dieses wurde vom Mühlenbetrieb J.P. Lange Söhne hergestellt, der unter anderem eine Korndampfmühle am Hafen (Große Elbstraße) in Altona betrieb und den Tiger, in Form einer Darstellung des Raubtieres, auch in der Firmenflagge führte.

Der Eigner und Betreiber des Schleppers war Jürgen Hinrich Steffen – Ewerführerei und Bugsiergeschäft aus Altona, die auch Aufträge für genannte Mühle fuhr. Der Tiger wurde unter anderem für Leichter- und Bugsierfahrten eingesetzt. So auch auf der Unterelbe bei Fahrten bis Brunsbüttel. Zudem wurden Werft- und Hafenarbeiter transportiert und manchmal sogar Ausflügler an Wochenenden ins „Alte Land“ befördert. 1966 aus dem aktiven Dienst genommen, wurde der Tiger noch einige Jahre als Reservefahrzeug vorgehalten.

Durch zwei Vereinsmitglieder des Museumshafen Oevelgönne e.V., unterstützt vom Hamburger Abendblatt und von vielen privaten Geldgebern, konnte der Schlepper vor der Verschrottung bewahrt werden und wurde 1978 als erstes Schiff des Vereins aufgekauft und restauriert. Eine weitere Restaurierung fand in der Zeit von 1997 bis 2001 durch Jugend in Arbeit Hamburg e.V. statt.

Am 24. August 2013 wurde das Schiff unter Denkmalschutz gestellt.
Quelle: Wikipedia

Einige der Fotos haben eine leichte Retusche hinter sich gebracht.

Viel Freude damit wünscht euch
Ewald Sindt