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Liebe Leserinnen & Leser meines Blogs,

am gestrigen Samstag fuhren meine Herzdame und ich nach Travemünde um dann mit der Fähre auf den Priwall, eine Halbinsel, überzusetzen. Das Wetter war einfach ein Traum, strahlend tiefblauer Himmel, die Sonne zauberte ein wunderschönes Licht auf die Motive. Kurz gesagt, ein genialer Tag.

Hier ein paar Infos zum Priwall:

Quelle: Wikipedia
Die Halbinsel wird im Norden von der Ostsee, im Westen von der Trave und im Süden von der Pötenitzer Wiek, einer haffartigen Erweiterung in der Trave, begrenzt. Das östliche Ende der Halbinsel bildet die Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern. Diese Grenze geht auf den Lübecker Reichsfreiheitsbrief aus dem Jahr 1226 zurück. Bis 1990 verlief hier die innerdeutsche Grenze, so dass der Priwall viele Jahre nicht auf dem 35 km langen Landweg über Dassow um den Dassower See auf der B 105 nach Selmsdorf und Schlutup erreicht werden konnte. 

Im Jahre 1226 wurde der Priwall Teil des Lübecker Stadtgebietes (Lübecker Reichsfreiheitsbrief). Im gleichen Jahrhundert entstand auch ein Steindamm zwischen dem Priwall und dem Festland nach Mecklenburg, was darauf hindeutet, dass der Priwall bis dahin eine Insel war.  

Die Reichsluftwaffe beanspruchte 1935 das Gelände für sich. Es gab Linienverkehr in die Ostsee-Anrainerstaaten. Ein schmaler Weg der alten Flughafen-Landebahn mit Betonplatten verläuft auf dem Priwall am Ende des Fliegerweges. Von 1939 bis 1945 war der Priwall für Zivilisten gesperrt. Im benachbarten Pötenitz sind heute noch die von Küstenwald überwucherten Ruinen des Luftzeugamtes Pötenitz und die dazugehörige Anlegermole in der Pötenitzer Wiek zu sehen. 

In den 1930er Jahren wurde auf dem Priwall eine Klinik errichtet, die zunächst vom Militär genutzt wurde. Später kam das während des Zweiten Weltkriegs als Lazarett genutzte Priwall-Krankenhaus mit 124 Betten in kommunale Trägerschaft und wurde in den letzten Jahren des Betriebs von den privaten Sana-Kliniken übernommen. 2004 wurde die Klinik geschlossen und stand ab September 2005 leer. Als Ersatz wurde eine Praxis-Klinik mit Bettenhaus in Travemünde geschaffen. Zwei der Gebäude werden als Magazin für Bestände der Stadtbibliothek Lübeck genutzt. 

Während der NS-Zeit befanden sich auf dem Priwall drei Lager für Zwangsarbeiter der Flugerprobungsstelle der Luftwaffe (Erprobungsstelle See). Im Lager I waren 150 ausländische Zwangsarbeiter untergebracht, im Lager II 80 und im Lager III 250 Zwangsarbeiter. 

Die Rollbahn des Flugplatzes wurde gegen Kriegsende von britischen Bombern zerstört.

Viel Freude mit den Bildern wünscht Euch

Ewald Sindt