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Liebe Leserinnen & Leser meines Blogs,

an diesem wunderschönen Herbstsamstag bei 27° C waren wir (Franzi und ich) mit der Fotografin Kamilla Nowicki in der City Nord, das ist ein Stadtteil in Hamburg. Das Thema dieses Kurses: „Architektur in einem verlassenen Stadtteil“. Dieser Ortsteil ist in den letzten Jahren in Vergessenheit geraten, die großen Konzerne haben sich in der Hafen-City breitgemacht und die City Nord verlassen. Auf der einen Seite ist der Verfall deutlich zu erkennen, auf der anderen wird hier aber auch wieder investiert und gebaut.
Es war damals schon etwas Besonderes hier zu arbeiten, die Gebäude sahen futuristisch aus, es gab und gibt großzügige Parkanlagen zwischen den Gebäuden, die Straßen hatten drei Fahrstreifen in jede Richtung und der Stadtpark ist fußläufig zu erreichen. Später wurde die City Nord mit La Défense, einem Stadtteil zwischen Paris und Versailles gelegen, verglichen.

Quelle: Wikipedia
Auszug aus dem Realisierungskonzept der City Nord
Die Kaufverhandlungen für den ersten Bauabschnitt begannen 1960 und waren 1964 abgeschlossen. Parallel dazu musste das Gebiet geräumt werden. Das rund 120 Hektar große Gelände bestand 1959 aus 1.850 Kleingartenparzellen mit 1.250 bewohnten Behelfsheimen, 1.700 Wohnparteien. Dort wohnten mit einer Wohndichte von 37 Quadratmeter pro Einwohner rund 4.300 Bewohner.

Die City Nord wurde geplant als Bürostadt für Verwaltungen, vor allem von Großkonzernen. Über eine Klausel im Kaufvertrag des Grundstückes waren die Bauherren verpflichtet, Architektenwettbewerbe durchzuführen. Angestrebt war bestmögliche Qualität ohne zu enge Vorgaben. Entsprechend verzichtete man auf das Festlegen von einheitlichen Baulinien. Die architektonische Gestaltungsfreiheit führte zu individuellen Solitärbauten, die auch der Selbstdarstellung der Firmen dienten. Eigentümer, die später Grundstücke übernahmen, waren nicht mehr an die Durchführung von Wettbewerben gebunden.

Die Bauwettbewerbe für die Phase 1 fanden von 1962 bis 1965 statt. Der erste Wettbewerb beinhaltete die Auslobung für das Verwaltungsgebäude der Hamburgischen Electricitäts-Werke. Mitte 1964 begannen die Bauarbeiten an den ersten Bürogebäuden, 1966 wurden die ersten drei Gebäude bezogen. 1967 waren der 2. Bauabschnitt und der 1. Abschnitt des Zentralen Areals für die Erschließung vorbereitet. Neben dem nördlichen Bürohausgebiet entstand ein Gewerbehof, der die für die Geschäftsstadt notwendigen Versorgungsbetriebe wie Fernkälte, die gewerblichen und handwerklichen Dienste beherbergt. Mit der Fertigstellung der Zentralen Zone im Jahr 1974 kam vorerst die Realisierung des ambitionierten städtebaulichen Gesamtkonzepts zum Abschluss.

Mehr Infos zur City Nord gibt es hier und hier.

Ich hoffe sehr, dass euch die Bilder gefallen und bis auf ganz wenige Ausnahmen sind die Fotos Rohware. Die Bilder in s/w wurden so aufgenommen und nicht bearbeitet.

LG, Ewald Sindt